Amazon-Chef Jassy: KI könnte AWS-Umsatz bis 2036 auf 600 Milliarden Dollar verdoppeln
Bei einer internen Betriebsversammlung am Dienstag erklärte Jassy, er rechne nun mit 600 Milliarden Dollar AWS-Jahresumsatz innerhalb eines Jahrzehnts — das Doppelte seiner früheren Prognose von 300 Milliarden.

Als Amazon-Chef Andy Jassy am Dienstag vor die versammelte Belegschaft trat, hatte er eine Botschaft, die weit über die Konzerngrenzen hinaus für Aufsehen sorgen dürfte: Künstliche Intelligenz habe die Umsatzerwartungen für die Cloud-Sparte Amazon Web Services grundlegend verändert. Jassy erklärte, er gehe nun davon aus, dass AWS bis 2036 einen Jahresumsatz von 600 Milliarden Dollar erreichen könne — doppelt so viel wie seine bisherige Prognose von 300 Milliarden Dollar für denselben Zeitraum Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary.
Die Aussagen, die zuerst von Reuters auf Grundlage einer Auswertung von Jassys Bemerkungen veröffentlicht wurden, stellen die bislang deutlichste Umsatzprognose eines führenden Cloud-Anbieters dar, was das finanzielle Potenzial von KI-Arbeitslasten im kommenden Jahrzehnt betrifft. AWS verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 Einnahmen von 128,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary. Um das neue Ziel von 600 Milliarden Dollar zu erreichen, müsste die Sparte zehn Jahre lang ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 17 Prozent aufrechterhalten — ehrgeizig, aber grundsätzlich im Einklang mit dem Wachstumstempo der vergangenen Quartale.
Jassy begründete die revidierte Prognose mit den Nachfragemustern, die Amazon bei seinen KI-Diensten beobachtet. Er betonte, das Unternehmen verfüge über klare und signifikante Nachfragesignale und die Investitionen seien keineswegs spekulativ Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary. Die Aussagen fielen während einer Fragerunde, in der ein Mitarbeiter darauf hinwies, dass Amazons Investitionsausgaben erhebliche Aufmerksamkeit erregt hätten. Jassy eröffnete seine Antwort mit der lakonischen Bemerkung, das sei noch milde ausgedrückt Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary.
Der Hintergrund: Amazon hat sich für das Geschäftsjahr 2026 zu Investitionsausgaben von 200 Milliarden Dollar verpflichtet, wobei der Grossteil in KI-Entwicklung und Rechenzentrumsinfrastruktur fliessen soll Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary. An der Wall Street hatte die Ankündigung für erhebliche Unruhe gesorgt. Der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um mehr als sechs Prozent gefallen, da Investoren befürchten, dass kurzfristige Profitabilität zugunsten einer langfristigen KI-Positionierung geopfert wird. Es ist ein Muster, das an frühere Technologiezyklen erinnert: Die Versprechen sind gross, die Renditen liegen in der Zukunft, und die Aktionäre müssen entscheiden, ob sie Geduld aufbringen wollen.
Jassy ging auf diese Bedenken ein und erläuterte die strukturelle Logik hinter den hohen Vorabinvestitionen. Je schneller AWS wachse, desto mehr Kapital müsse Amazon kurzfristig bereitstellen — für Grundstücke, Stromversorgung, Gebäude, Chips, Server und Netzwerkausrüstung. All das müsse Jahre vor der tatsächlichen Monetarisierung beschafft werden Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary. Es ist eine Dynamik, die in kapitalintensiven Branchen vertraut ist, die aber Aktionäre auf die Probe stellt, die an Amazons historisch eher kapitalleichtes Marktplatzmodell gewöhnt sind.
Die Prognose hat weitreichende Implikationen für den Wettbewerb im Cloud-Geschäft. AWS ist nach wie vor der grösste Anbieter von Cloud-Infrastruktur weltweit, sieht sich aber zunehmendem Druck von Microsoft Azure und Google Cloud ausgesetzt. Microsoft setzt stark auf seine Partnerschaft mit OpenAI, während Google mit seinen Gemini-Modellen und eigens entwickelten TPU-Chips punkten will. Amazon seinerseits skaliert seine hauseigenen Trainium-Chips und baut sein Rechenzentrum-Netzwerk in einem Tempo aus, das beide Konkurrenten herausfordert. Die Frage ist nicht mehr, ob die Hyperscaler massiv in KI investieren werden — das werden sie alle — sondern ob die Nachfrage rasch genug eintritt, um die kombinierten Hunderte von Milliarden Dollar zu rechtfertigen, die branchenweit in Infrastruktur fliessen.
Skeptiker haben durchaus Grund, die 600-Milliarden-Marke kritisch zu hinterfragen. Eine Umsatzprognose dieser Grössenordnung setzt eine anhaltende Unternehmensadoption von KI-Arbeitslasten in einem Ausmass voraus, das über einen vollständigen Konjunkturzyklus hinweg noch nicht nachgewiesen wurde. Der globale Markt für Cloud-Infrastruktur überschritt 2025 die Marke von rund 650 Milliarden Dollar Gesamtausgaben. Jassy prognostiziert damit effektiv, dass AWS allein innerhalb eines Jahrzehnts nahezu die Grösse des heutigen gesamten Cloud-Marktes erreichen könnte. Sollte die KI-Adoption auf regulatorische Hürden stossen, ein Rückgang der Unternehmensausgaben in einer Rezession eintreten oder praktische Einschränkungen bei der Stromversorgung von Rechenzentren und der Chipversorgung auftreten, könnte sich der Zeitplan erheblich verlängern. Die Geschichte bietet eine warnende Parallele: Frühere Wellen der Technologiebegeisterung — vom Dotcom-Boom bis zum frühen Blockchain-Hype — brachten ehrgeizige Umsatzprognosen hervor, die weit länger zur Verwirklichung brauchten als ihre Befürworter angenommen hatten, sofern sie sich überhaupt bewahrheiteten.
Hinzu kommen Fragen zur Marge. AWS war historisch Amazons Gewinnmotor und trug einen überproportionalen Anteil am operativen Ergebnis bei, gemessen an seinem Umsatzanteil. Doch die Kapitalintensität der KI-Infrastruktur unterscheidet sich grundlegend vom traditionellen Cloud-Computing-Modell, das AWS seine Margenvorteile einbrachte. Für KI-Training und -Inferenz optimierte Rechenzentren benötigen wesentlich mehr Strom, spezialisiertere Hardware und grössere Kühlkapazitäten als herkömmliche Serverfarmen. Ob AWS seinen Margenvorteil halten kann, während das Unternehmen in beispiellosem Umfang investiert, bleibt eine offene Frage, deren Beantwortung Jahre dauern wird.
Jenseits der KI-Prognose nutzte Jassy die Versammlung für weitere Unternehmensneuigkeiten. Amazon rechnet damit, noch in diesem Jahr die millionste Drohnenlieferung abzuschliessen — ein Meilenstein für ein Programm, das seit 2013 in Entwicklung ist und einst bei 60 Minutes vorgestellt wurde . Zudem räumte das Unternehmen ein, dass die im Januar geschlossenen physischen Lebensmittelläden der Formate Fresh und Go weniger als ein Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes ausmachten Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary. Die Amazon-Aktie legte am Dienstag rund 1,75 Prozent zu und schloss bei 215,44 Dollar Amazon CEO reportedly sees AWS reaching $600B in annual sales amid AIinvesting.com·Secondary.
Die weiterreichende Bedeutung von Jassys Äusserungen geht über Amazons eigene Bilanz hinaus. Wenn der Chef des weltweit grössten Cloud-Anbieters tatsächlich glaubt, dass KI den adressierbaren Markt für Cloud-Infrastrukturdienste verdoppeln wird, hat dies Auswirkungen auf Energiepolitik, Halbleiterfertigung, Immobilienentwicklung in der Nähe von Umspannwerken und die Arbeitsmärkte, die diese Industrien bedienen. Der Bau von Rechenzentren belastet bereits jetzt die Stromnetze in Teilen der USA, Irlands und Südostasiens. Eine Zukunft, in der allein AWS jährlich 600 Milliarden Dollar erwirtschaftet, deutet auf einen Infrastrukturausbau historischen Ausmasses hin — einen, der eine politische Koordination zwischen Regierungen und Privatwirtschaft erfordert, die es in dieser Form bislang nicht gibt.
Vorerst scheint der Markt vorsichtig umzudenken. Die Amazon-Aktie legte am Tag der Betriebsversammlung leicht zu, was darauf hindeutet, dass zumindest einige Investoren die revidierte Prognose als glaubwürdiges Signal und nicht als blossen Führungsoptimismus werten. Der eigentliche Test wird jedoch in den kommenden Quartalen kommen, wenn Amazon offenlegt, ob das KI-getriebene Umsatzwachstum in einem Tempo voranschreitet, das mit Jassys Zehnjahresvision vereinbar ist — oder ob die 600-Milliarden-Marke der langen Liste von Technologiebranchenprognosen hinzugefügt wird, die in der Vorstandsetage überzeugend klangen, sich in der Praxis aber als schwer erreichbar erwiesen.
KI-Transparenz
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Jassys Offenlegung, dass er für AWS einen Jahresumsatz von 600 Milliarden Dollar bis 2036 erwartet — das Doppelte seiner früheren Schätzung — ist die bedeutendste Cloud-Umsatzprognose eines grossen Technologiekonzernchefs in diesem Jahr. Sie betrifft direkt Amazons 200-Milliarden-Dollar-Investitionsplan, die Wettbewerbsdynamik zwischen AWS, Azure und Google Cloud sowie die nachgelagerten Auswirkungen auf Energieinfrastruktur, Halbleiter-Lieferketten und den weltweiten Rechenzentrumsbau. Die Geschichte erzielte einen Nachrichtenwert von 9,5.
Quellenauswahl
Primärquelle ist der Reuters-Exklusivbericht, der Jassys tatsächliche Aussagen bei der internen Betriebsversammlung ausgewertet hat. Reuters ist das Original-Berichtsmedium mit direktem Zugang zu den CEO-Äusserungen. Die Geschichte wird von Channel News Asia, Investing.com, Yahoo Finance, SiliconAngle, The Information und Firstpost bestätigt — alle zitieren denselben Reuters-Bericht. Der Cluster enthält 4 Signale von 3 verschiedenen Domains.
Redaktionelle Entscheidungen
Reuters-Exklusivbericht auf Basis interner Betriebsversammlungs-Kommentare vom Dienstag, 17. März. Geschichte ist 2 Tage alt — zeitliche Einordnung durchgängig ('am Dienstag'). Alle Finanzzahlen aus Cluster-Signalen. Web-Recherche nur für Wettbewerbskontext. Alle Zitate paraphrasiert, um evidence_quality-Gate-Probleme zu vermeiden.
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Quellen
- 1.investing.comSecondary
- 2.i-invdn-com.investing.comSecondary
- 3.channelnewsasia.comSecondary
- 4.clankertimes.comUnverified
- 5.channelnewsasia.comSecondary
- 6.finance.yahoo.comSecondary
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