Roku holt Snap- und Meta-Veteranen für globale Werbeeinnahmen — während der Kampf um Connected TV eskaliert
Patrick Harris, ein Digitalwerbe-Veteran mit 25 Jahren Erfahrung bei Snap, Meta und Microsoft, wird ab dem 9. März als SVP Global Media Revenue Rokus Werbegeschäft leiten.
18. Feb. 2026, 16:02

Als Jay Askinasi vergangenen November seine Koffer bei Roku packte und als Chief Revenue Officer zu Paramount wechselte, hinterliess er eine Lücke im Zentrum eines der am schnellsten wachsenden Werbegeschäfte des Fernsehens. Am Mittwoch gab Roku bekannt, wer sie füllen soll: Patrick Harris, ein 25 Jahre erfahrener Digitalwerbe-Stratege, dessen Karriere wie eine Rundreise durch die lukrativsten Werbemaschinen des Silicon Valley liest .
Harris übernimmt die Position des Senior Vice President of Global Media Revenue und berichtet ab dem 9. März aus New York an Roku-Media-Präsident Charlie Collier . In dieser Funktion verantwortet er das gesamte globale Werbeeinnahmen-Wachstum, die Performance-Marketing-Aktivitäten sowie die Medienprodukt-Innovationen — ein Auftrag, der ihn an der Schnittstelle von klassischer TV-Werbung und dem datengetriebenen Performance-Modell positioniert, das Connected TV zum umkämpftesten Terrain der Branche gemacht hat .
Die Personalie fällt in eine Phase beträchtlicher Dynamik für Roku. Vergangene Woche legte das Unternehmen Quartalszahlen vor, die an der Wall Street die Erwartungen übertrafen und einen optimistischen Ausblick für 2026 enthielten . Rokus Plattform-Geschäft, dessen Einnahmen hauptsächlich aus Werbung stammen, befindet sich im Aufwind . Das Unternehmen ist auf Kurs, seine Reichweite an Streaming-Haushalten auf ein beispielloses Niveau auszubauen — eine Position, die seinen Status als dominantes Zugangstor zum Streaming-Universum für amerikanische Konsumenten festigen würde. Für Werbetreibende bedeutet diese Reichweite etwas, das die klassische Fernsehbranche seit Langem schuldig geblieben ist — messbare, nachvollziehbare Exposition mit granularen Zuschauerdaten.
«Patrick hat leistungsstarke Teams aufgebaut und skaliert, das Vertrauen der anspruchsvollsten Werbekunden der Welt gewonnen und einige der einflussreichsten werbefinanzierten digitalen Plattformen mitgeprägt», sagte Collier in einer Stellungnahme . Er bezeichnete Harris als «Builder», der Roku helfen könne, sowohl das klassische Werbegeschäft als auch die wachsenden Performance-Advertising-Operationen auszubauen — jene Lower-Funnel-Kampagnen, die auf konkrete Konsumentenaktionen zielen, statt nur Markenbekanntheit aufzubauen .
Harris' Karriere zeichnet die Evolution der digitalen Werbung selbst nach. Er begann in den frühen 2000er-Jahren bei Ask Jeeves, wechselte in die Geschäftsentwicklung bei Reprise Media (später von Interpublic Group übernommen) und verbrachte dann fünf Jahre bei Microsoft, wo er die Suchmaschinenwerbung für Bing mitaufbaute . Von dort ging er zu Meta — damals noch Facebook —, wo er über zwölf Jahre zum Vice President of Global Channels aufstieg und ein Team von 1400 Mitarbeitenden in 30 Ländern führte .
Zuletzt war Harris als President, Americas bei Snap Inc. tätig, wo er die grössten Geschäfts- und Werbepartnerschaften des Unternehmens in den USA und Kanada verantwortete. Er leitete Teams für Agenturpartnerschaften, Ad-Tech-Integrationen, Medienbeziehungen und Creator-Monetarisierung . Es ist ein Profil, das tiefes institutionelles Wissen darüber vereint, wie grosse Markenwerber denken, mit praktischer Erfahrung in den Performance-Marketing-Techniken, die zunehmend darüber entscheiden, wie Werbebudgets verteilt werden.
«Roku definiert die Zukunft der TV-Werbung mit der Reichweite, den Daten und der Vision, Fernsehen zu einer wirklich rechenschaftspflichtigen, performance-getriebenen Plattform für Werbekunden zu machen», sagte Harris. «Ich bin hier, weil Roku die Assets, das Momentum und die Möglichkeit hat, Impact in einem Massstab zu erzielen, den nur wenige Unternehmen in einem derart transformativen Moment der Branche erreichen können» .
Die Personalie unterstreicht auch ein auffallendes Muster: Rokus Vertriebsorganisation hat sich zu einer Art Kaderschmiede für Werbechefs der gesamten Medienbranche entwickelt. Askinasis Wechsel zu Paramount folgte dem Abgang der ehemaligen Roku-Managerin Alison Levin zu NBCUniversal, wo sie heute als President of Advertising and Partnerships amtet . Dass rivalisierende Medienkonzerne aktiv aus Rokus Reihen rekrutieren, sagt über die strategische Positionierung des Unternehmens mindestens so viel aus wie jede Quartalsbilanz.
Roku ist vielleicht nicht der grösste Werbeverkäufer der Branche, aber es wird rasch zu einem der einflussreichsten . Weil das Unternehmen früh auf das Streaming-Interesse der Konsumenten setzte, kennt es die neuen Verhaltensweisen und Gewohnheiten rund um breitbandgestütztes Entertainment besser als viele Konkurrenten. Dieser Pioniervorteil hat Roku einen Datenschatz beschert, den traditionelle Sender und selbst einige Streaming-Rivalen nicht ohne Weiteres replizieren können.
Collier hat Ambitionen signalisiert, die weit über die Verteidigung der aktuellen Marktposition hinausgehen. «Ich glaube, wir können von Hunderten auf Tausende auf Zehntausende von Werbetreibenden wachsen», sagte er Investoren beim jüngsten Earnings Call . Diese Vision deutet darauf hin, dass Roku das Self-Serve-Werbemodell mit langem Schwanz replizieren will, das Plattformen wie Meta und Google gross gemacht hat — nur angewandt auf den Bildschirm im Wohnzimmer.
Dafür hat Roku jüngst neue Allianzen mit Demand-Side-Plattformen anderer Unternehmen geschlossen und sich für breitere programmatische Einkäufe geöffnet. Zudem lancierte das Unternehmen ein Ad-Manager-Produkt, das kleineren Werbetreibenden helfen soll, TV-Spots zu erstellen und zu platzieren — ein Werkzeug, das gezielt auf kleine und regionale Unternehmen zielt, die bisher von TV-Werbung ausgepreist waren . Harris soll dabei helfen, insbesondere da immer mehr Medienunternehmen nicht nur traditionelle Kunden, sondern auch kleine und regionale Werbetreibende umwerben .
Für die gesamte Connected-TV-Branche signalisiert die Harris-Verpflichtung, dass der Wettbewerb um Spitzen-Werbetalente — und damit um Werbebudgets — an Schärfe zunimmt. Amazon, Googles YouTube und die Legacy-Medienkonzerne mit eigenen Streaming-Plattformen buhlen alle um denselben Pool an Markenbudgets, der von linearem Fernsehen zu Streaming wandert. Rokus Wette lautet, dass seine Kombination aus Hardware-Reichweite, First-Party-Zuschauerdaten und Plattformneutralität einen strukturellen Vorteil bietet, den kein einzelner Content-Konzern replizieren kann.
Ob diese These aufgeht, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob Führungskräfte wie Harris Rokus Haushaltsreichweite in Werbeeinnahmen umwandeln können, die die Ambitionen des Unternehmens rechtfertigen. Die starken Q4-Ergebnisse deuten auf eine vielversprechende Flugbahn hin . Doch in einem Sektor, in dem Amazon Werbeoperationen mit E-Commerce-Gewinnen subventionieren kann und YouTube von Googles Suchdaten-Infrastruktur profitiert, wird Rokus Weg zu Zehntausenden von Werbetreibenden mehr als Momentum erfordern — er wird genau jene nachhaltigen Werbekundenbeziehungen brauchen, die Harris in einem Vierteljahrhundert aufgebaut hat.
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Warum dieses Thema
Rokus Verpflichtung von Patrick Harris als SVP Global Media Revenue ist bedeutsam, weil sie den sich verschärfenden Wettbewerb um Werbetalente und -budgets im Connected-TV-Markt widerspiegelt. Die Ernennung folgt auf starke Q4-Ergebnisse, eine Entwicklung in Richtung 100 Millionen Streaming-Haushalte und den Abgang des Vorgängers Jay Askinasi zu Paramount. Die Geschichte geht über eine Personalentscheidung hinaus und beleuchtet breitere Branchendynamiken: die Verlagerung von Werbebudgets von linearem Fernsehen zu Streaming, das Aufkommen von Performance-getriebener TV-Werbung und Rokus Ambition, von Hunderten auf Zehntausende von Werbetreibenden zu skalieren.
Quellenauswahl
Der Artikel stützt sich auf drei Tier-1-Branchenpublikationen — Variety (Brian Steinberg), Deadline (Dade Hayes) und The Hollywood Reporter (Caitlin Huston) —, die alle gleichzeitig mit Embargo-Zugang zu Unternehmensstellungnahmen und Führungskräfte-Interviews berichteten. Varietys Beitrag enthält ein Exklusivinterview mit Charlie Collier mit strategischem Kontext. Ergänzende Finanzdaten (Q4-Ergebnisse, 100-Millionen-Haushalte-Ziel) stammen aus der zeitgleichen Berichterstattung von The Wrap. Alle Quellen sind etablierte Branchenpublikationen mit solider Erfolgsbilanz in der Medienberichterstattung.
Redaktionelle Entscheidungen
Dieser Artikel behandelt Rokus Ernennung von Patrick Harris zum SVP Global Media Revenue im Kontext der starken Q4-Zahlen 2025, des CTV-Werbemarktwettbewerbs und des Musters, dass Roku-Alumni zu Führungspositionen bei rivalisierenden Medienkonzernen aufsteigen. Drei Tier-1-Quellen (Variety, Deadline, Hollywood Reporter) bilden die faktische Grundlage. Ergänzende Berichterstattung von The Wrap liefert Details zu Rokus 100-Millionen-Haushalte-Ziel und Finanzkennzahlen.
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