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Game of Thrones erobert die Bühne: Royal Shakespeare Company kündigt Premiere von 'The Mad King' an

George R.R. Martins lang erwartete Westeros-Bühnenadaption wird konkret: 'Game of Thrones: The Mad King' feiert im Sommer Weltpremiere am Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon.

VonCT Editorial BoardRedaktion

18. Feb. 2026, 19:02

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Official promotional artwork for Game of Thrones: The Mad King, the upcoming stage play premiering at the Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon
Official promotional artwork for Game of Thrones: The Mad King, the upcoming stage play premiering at the Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon

Die Kriege von Westeros verlassen die Bildschirme und ziehen in eines der ehrwürdigsten Theater der englischsprachigen Welt ein. Am Mittwoch gab die Royal Shakespeare Company die Weltpremiere von Game of Thrones: The Mad King bekannt — ein neues Bühnenstück, adaptiert von Duncan Macmillan und inszeniert von Dominic Cooke, mit George R.R. Martin als Schöpfer und ausführendem Produzenten . Die Produktion wird im Sommer am Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon eröffnet und markiert damit die erste Theateradaption von Martins Fantasy-Epos.

Das Stück spielt mehr als ein Jahrzehnt vor den Ereignissen der ursprünglichen Game-of-Thrones-Handlung. Im Zentrum steht das legendäre Turnier von Harrenhal — jenes Ereignis, das in Martins Romanen immer wieder als Auslöser für Roberts Rebellion und den Untergang des Hauses Targaryen genannt wird . Figuren aus den Häusern Targaryen, Stark, Lannister, Baratheon und Martell werden auftreten, darunter junge Versionen von Charakteren, die Millionen von Lesern und Zuschauern vertraut sind . In Martins Büchern nahmen unter anderem ein junger Ned Stark, Robert Baratheon und Jaime Lannister am Turnier teil .

Die offizielle Inhaltsangabe der RSC beschreibt eine Welt, die aus einem langen Winter erwacht. Bei einem üppigen Bankett am Vorabend eines Ritterturniers treffen sich Liebende, und die Gäste spekulieren, wer antreten wird. Doch unter der festlichen Oberfläche treiben Abtrünnige im inneren Kreis des Irren Königs ein verräterisches Komplott voran, während die Unruhe über seine gnadenlose Herrschaft wächst . Die Beschreibung verspricht eine Geschichte, in der Familienbande, uralte Prophezeiungen und die heilige Thronfolge in einem gefährlichen Machtkampf auf die Probe gestellt werden — in der Kriege nicht von jenen gewonnen werden, die den besten Grund haben, sondern von jenen, deren Geschichte am besten erzählt wird .

Martin erklärte in einem Statement, dass er sich beim Schreiben von Game of Thrones nie hätte vorstellen können, dass daraus mehr als ein Buch werden würde — ein Ort, an dem seine Vorstellungskraft ohne Grenzen existieren konnte . Er zeigte sich überrascht über die Fernsehadaption und begrüsste die Bühnenversion mit grosser Begeisterung. Theater sei ein einzigartiges Medium, in dem seine Vorstellungskraft und die des Publikums sich treffen und etwas Magisches schaffen könnten. Die RSC sei die offensichtliche Wahl gewesen, um eine Game-of-Thrones-Geschichte auf die Bühne zu bringen, so Martin weiter. Shakespeare sei der grösste Name der englischen Literatur und eine ständige Inspirationsquelle für sein eigenes Schreiben . Shakespeare habe vor ähnlichen Herausforderungen gestanden, wenn es darum ging, Schlachten auf der Bühne darzustellen, was die RSC zu einem natürlichen Partner mache. Macmillans Drehbuch lobte er als meisterhaft und sagte, er freue sich darauf, dass sowohl Fans der Serie als auch Neulinge die Geschichte im Theater erleben könnten .

Das kreative Team hinter The Mad King bringt beachtliche Theatererfahrung mit. Macmillan hat unter anderem Lungs, People, Places and Things und eine gefeierte Adaption von George Orwells 1984 geschrieben, letztere gemeinsam mit Robert Icke . Cooke, der kürzlich die künstlerische Leitung des Londoner Almeida Theatre übernommen hat, leitete zuvor das Royal Court Theatre von 2007 bis 2013 und führte Regie bei den Filmen The Courier und On Chesil Beach . In einem gemeinsamen Statement beschrieben Macmillan und Cooke das Stück als Prequel, in dem nach einem langen Winter alle grossen Häuser zum ersten Mal seit Jahren zu einem Turnier zusammenkommen — bestimmt, das grösste des Zeitalters zu werden . Martins Erzählweise sei shakespearisch in ihrem Ausmass und ihren Themen — dynastischer Kampf, Ambition, Rebellion, Wahnsinn, Prophezeiung, unglückselige Liebe. Shakespeares Historien und Tragödien seien von Anfang an ihre wichtigste Referenz für die Ambition der Produktion gewesen .

Die künstlerischen Co-Direktoren der RSC, Daniel Evans und Tamara Harvey, bestätigten die Parallele. Beim Lesen von Macmillans Drehbuch sei sofort klar gewesen, wie dieser epische Zyklus verfeindeter Familien in einer Linie mit Shakespeares Historienzyklen stehe . Die Adaption erforsche das wahre Wesen von Autorität durch die Perspektive junger Menschen, die mit ererbten Identitäten ringen. Die Geschichte werde all die epischen Qualitäten liefern, die das Publikum von Game of Thrones erwarte, habe aber letztlich ein sehr menschliches Herz .

Die Produktion wird gemeinsam mit Simon Painter, Tim Lawson, Mark Manuel, Warner Bros. Theatre Ventures im Auftrag von HBO sowie Sir Leonard Blavatnik und Danny Cohen für Access Entertainment produziert . Die Beteiligung von Warner Bros. Theatre Ventures und HBO signalisiert, dass die Bühnenadaption die volle institutionelle Rückendeckung der Franchise-Verwalter geniesst — und möglicherweise den Weg für weitere Theaterproduktionen ebnet, sollte die Premiere erfolgreich sein.

Priorität-Tickets gehen am 14. April in den Verkauf; Fans wird empfohlen, sich für eine RSC-Mitgliedschaft anzumelden, um frühzeitig Zugang zu erhalten . Das Timing platziert die Produktion mitten in einen dichten Sommer-Unterhaltungskalender, doch die Marke Game of Thrones besitzt nach wie vor enorme Zugkraft: HBOs Prequel-Serie House of the Dragon hat das Publikumsinteresse an Westeros aufrechterhalten, und das Turnier von Harrenhal war ein zentrales Element ihrer zweiten Staffel.

Die übergeordnete Frage ist, ob The Mad King eine neue Ära für Bühnenadaptionen grosser Franchise-Marken einläutet. Harry Potter and the Cursed Child bewies ab 2016, dass Theateradaptionen zu kommerziellen Dauerbrennern werden können — mit Produktionen im West End, am Broadway, in Melbourne und darüber hinaus. Gelingt The Mad King ein ähnlicher Coup, könnte das die Art und Weise grundlegend verändern, wie Studios über die Verwertung ihrer wertvollsten Marken jenseits des Bildschirms nachdenken.

Für Martin, dessen Name mittlerweile zum Synonym für die Verzögerungen bei The Winds of Winter geworden ist, bedeutet das Stück auch eine andere Art des kreativen Engagements — eine, bei der der Autor in die Rolle des ausführenden Produzenten zurücktritt statt alleiniger Schöpfer zu sein. Das Ergebnis ist nach allen Berichten eine in sich geschlossene Erzählung, die sowohl eingefleischte Fans als auch völlige Neulinge ansprechen soll. Ob Live-Theater die Dimensionen replizieren kann, die das Publikum mit der Franchise assoziiert — Drachen, Armeen, epische Schlachten —, bleibt die zentrale künstlerische Herausforderung. Doch die Wahl der RSC, mit ihrer jahrhundertealten Tradition, die ambitioniertesten Dramen der Geschichte auf die Bühne zu bringen, deutet darauf hin, dass das kreative Team darauf setzt, dass Intimität und theatralisches Handwerk etwas bieten können, was die Bildschirmadaptionen bisher nicht vermochten: eine Rückkehr zu jener charaktergetriebenen politischen Intrige, die Martins Romane überhaupt erst zum Phänomen gemacht hat.

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Die Ankündigung eines Game-of-Thrones-Bühnenstücks bei der Royal Shakespeare Company ist ein bedeutendes kulturelles Ereignis an der Schnittstelle von Prestigetheater und globaler Unterhaltungs-IP. Die Franchise bleibt eine der kommerziell wertvollsten der Unterhaltungsgeschichte, und die Entscheidung für die RSC — statt eines kommerziellen West-End-Theaters — signalisiert künstlerische Ambitionen jenseits typischer Franchise-Verwertung. Die Geschichte hat bedeutende Implikationen für die Zukunft von IP-Adaptionen im Live-Theater, nach dem Vorbild von Harry Potter and the Cursed Child. Mehrere Tier-1-Quellen berichteten gleichzeitig zum Embargo-Lift.

Quellenauswahl

Drei Cluster-Signale aus zwei Tier-1-Quellen der Unterhaltungsbranche: The Hollywood Reporter (James Hibberd) und Variety (Naman Ramachandran). Beide sind massgebliche Fachpublikationen mit direktem Zugang zu Studio-PR-Kanälen. Ergänzende Berichterstattung von Deadline lieferte ein Exklusivinterview mit dem Regisseur mit zusätzlichen Produktionsdetails. The Guardian berichtete ebenfalls unabhängig. Alle Quellen sind konsistent bei den Kernfakten: RSC-Spielstätte, Sommerpremiere 2026, Macmillan als Autor, Cooke als Regisseur, Martin als Schöpfer und ausführender Produzent.

Redaktionelle Entscheidungen

Geschichte brach gleichzeitig über THR, Variety, Deadline, The Guardian und TheaterMania — koordinierter Embargo-Lift deutet auf grosse PR-Kampagne hin. Drei Cluster-Signale (zwei einzigartige Quellen: THR und Variety) bilden solide Faktengrundlage. Ergänzt durch Deadline-Exklusivinterview mit Regisseur Dominic Cooke für zusätzliche Details zu kreativen Entscheidungen, Figurendetails (Lyanna Stark, Varys) und Produktionsphilosophie. Titelbild aus THRs offizieller Produktionsgrafik. Keine unabhängige Verifizierung nötig — es handelt sich um eine Ankündigungsgeschichte mit direkten Zitaten der Beteiligten.

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