Nestlé nominiert Ex-SNB-Präsident Thomas Jordan für den Verwaltungsrat — Grossumbau der Governance-Strukturen
Der Nahrungsmittelkonzern schlägt den früheren Nationalbankpräsidenten Thomas Jordan und P&G-Managerin Fama Francisco zur Wahl in den Verwaltungsrat vor und reformiert gleichzeitig seine Ausschussstrukturen.
19. Feb. 2026, 01:35

Am Ufer des Genfersees, in den gläsernen Büros des grössten Lebensmittelkonzerns der Welt, hat man achtzehn Monate des Führungschaos hinter sich. Zwei CEOs kamen und gingen, ein Verwaltungsratspräsident trat vorzeitig ab, und die Aktie hinkte dem Sektor hinterher. Am Mittwochabend setzte Nestlé ein Signal, das nach Stabilisierung klingen soll — ob es eine ist, werden die Aktionäre am 16. April entscheiden.
Der Konzern gab bekannt, dass er Thomas Jordan, den früheren Präsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, und Ma. Fatima D. (Fama) Francisco, CEO des globalen Baby-, Frauen- und Familienpflegegeschäfts von Procter & Gamble, zur Wahl in den Verwaltungsrat vorschlägt Thomas Jordan soll Nestlé-Verwaltungsrat werdennzz.ch·SecondaryNeuer Nestlé-Präsident Pablo Isla: Der Mann, der den Peinlichkeiten bei dem Lebensmittelkonzern ein Ende setzen mussMoritz Kaufmann 17.09.20254 min. Die Nominierungen gehen einher mit einer umfassenden Neustrukturierung der Ausschüsse — dem weitreichendsten Governance-Umbau, den Nestlé seit Jahren unternommen hat.
Jordans Nomination hat in der Schweiz besonderes Gewicht. Der 63-jährige Ökonom führte die SNB von 2012 bis 2024 durch turbulente Zeiten: den Frankenschock von 2015, die geldpolitische Reaktion auf die Pandemie und den Inflationsschub nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine Thomas Jordan soll Nestlé-Verwaltungsrat werdennzz.ch·SecondaryNeuer Nestlé-Präsident Pablo Isla: Der Mann, der den Peinlichkeiten bei dem Lebensmittelkonzern ein Ende setzen mussMoritz Kaufmann 17.09.20254 min. Er vertrat die Schweiz beim Internationalen Währungsfonds, sass im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und war Mitglied des Lenkungsausschusses des Financial Stability Board Thomas Jordan: Nestlé nominiert früheren SNB-Präsident für den Verwaltungsrattagesanzeiger.ch·SecondaryDer grösste Lebensmittelhersteller der Welt hat zwei Kandidaten für den Verwaltungsrat bekannt gegeben. Einer davon ist in der Schweiz bestens bekannt. Der im vergangenen Jahr von einer Führungskrise durchgeschüttelte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat Änderungen an den Verwaltungsratsprozessen beschlossen und zwei neue Mitglieder nominiert. Zur Wahl an der Generalversammlung vom 16.. Seit seinem Abgang von der Nationalbank sitzt er im Verwaltungsrat der Zurich Insurance Group. Mit Nestlé betritt er nun den Konsumgütersektor — und wohl das gewichtigste Schweizer Firmengremium ausserhalb der Finanzbranche.
Francisco bringt über drei Jahrzehnte Erfahrung bei Procter & Gamble mit. 1989 begann sie als erste weibliche Verkaufsleiterin des Unternehmens auf den Philippinen und stieg seither in verschiedenen Führungspositionen auf. Fortune nahm sie dreimal in die Liste der 50 mächtigsten internationalen Managerinnen auf Thomas Jordan: Nestlé nominiert früheren SNB-Präsident für den Verwaltungsrattagesanzeiger.ch·SecondaryDer grösste Lebensmittelhersteller der Welt hat zwei Kandidaten für den Verwaltungsrat bekannt gegeben. Einer davon ist in der Schweiz bestens bekannt. Der im vergangenen Jahr von einer Führungskrise durchgeschüttelte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat Änderungen an den Verwaltungsratsprozessen beschlossen und zwei neue Mitglieder nominiert. Zur Wahl an der Generalversammlung vom 16.. Ihre operative Expertise in Markenführung, Lieferketten und Schwellenländern adressiert eine Lücke, die Kritiker des Nestlé-Verwaltungsrats seit langem moniert haben.
«Starke Corporate Governance ist die Grundlage für Nestlés langfristigen Erfolg», sagte Verwaltungsratspräsident Pablo Isla, der im Oktober 2025 auf den vorzeitig abgetretenen Paul Bulcke folgte Thomas Jordan: Nestlé nominiert früheren SNB-Präsident für den Verwaltungsrattagesanzeiger.ch·SecondaryDer grösste Lebensmittelhersteller der Welt hat zwei Kandidaten für den Verwaltungsrat bekannt gegeben. Einer davon ist in der Schweiz bestens bekannt. Der im vergangenen Jahr von einer Führungskrise durchgeschüttelte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat Änderungen an den Verwaltungsratsprozessen beschlossen und zwei neue Mitglieder nominiert. Zur Wahl an der Generalversammlung vom 16.. Isla, der ehemalige Inditex-Chef, dem der Aufstieg von Zara zur globalen Marke zugeschrieben wird, formulierte die Mitteilung mit der Sorgfalt eines Mannes, der weiss, dass jedes Wort von Analysten und Proxy-Beratern seziert wird.
Der angekündigte Governance-Umbau ist substanziell. Der bisherige Nachhaltigkeitsausschuss wird zum Wissenschafts-, Technologie- und Nachhaltigkeitsausschuss erweitert — ein Signal, dass Forschung und Entwicklung stärker in die Aufsichtsarbeit integriert werden sollen . Bedeutsamer noch: Der Präsidial- und Governance-Ausschuss wird aufgelöst. Seine Finanzaufgaben übernimmt ein neuer Audit- und Finanzausschuss, seine Governance-Zuständigkeiten ein neu zusammengesetzter Nominations- und Governance-Ausschuss Thomas Jordan soll Nestlé-Verwaltungsrat werdennzz.ch·SecondaryNeuer Nestlé-Präsident Pablo Isla: Der Mann, der den Peinlichkeiten bei dem Lebensmittelkonzern ein Ende setzen mussMoritz Kaufmann 17.09.20254 min. Künftig soll jedes Verwaltungsratsmitglied in mindestens zwei Ausschüssen mitwirken — eine Abkehr von der in der Schweizer Unternehmenspraxis üblichen Zurückhaltung bei Mehrfachmandaten.
Der Kontext dieser Veränderungen könnte dramatischer kaum sein. Seit Mitte 2024 befindet sich Nestlés Führungsetage im Dauerzustand der Umwälzung. CEO Mark Schneider wurde im September 2024 durch den Konzerneigenen Laurent Freixe ersetzt. Freixe hielt sich kaum ein Jahr: Im September 2025 wurde er fristlos entlassen, nachdem eine Untersuchung eine nicht deklarierte romantische Beziehung aufgedeckt hatte — ein Verstoss gegen den Verhaltenskodex Thomas Jordan soll Nestlé-Verwaltungsrat werdennzz.ch·SecondaryNeuer Nestlé-Präsident Pablo Isla: Der Mann, der den Peinlichkeiten bei dem Lebensmittelkonzern ein Ende setzen mussMoritz Kaufmann 17.09.20254 min. Ein Abgangspaket erhielt er nicht. Philipp Navratil, ein weiterer interner Kandidat, übernahm umgehend. Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke trat daraufhin sechs Monate früher als geplant zurück, und Isla übernahm den Vorsitz Thomas Jordan soll Nestlé-Verwaltungsrat werdennzz.ch·SecondaryNeuer Nestlé-Präsident Pablo Isla: Der Mann, der den Peinlichkeiten bei dem Lebensmittelkonzern ein Ende setzen mussMoritz Kaufmann 17.09.20254 min.
Für Investoren war die Turbulenz schmerzhaft. Nestlés Aktienkurs hat den europäischen Konsumgütersektor im Betrachtungszeitraum deutlich unterboten — belastet nicht nur durch Governance-Sorgen, sondern auch durch sinkende Absatzmengen, Kostendruck und volatile Nachfrage in Schlüsselmärkten. Die Berufung eines ehemaligen Zentralbankers und einer erfahrenen Konsumgüterexpertin soll institutionellen Aktionären signalisieren, dass das neue Führungsteam die Aufsicht ernst nimmt.
Doch Jordans Nomination wirft auch Fragen auf, die in der Schweizer Corporate-Governance-Debatte seit Jahrzehnten diskutiert werden: die Drehtür zwischen regulatorischen Institutionen und den grössten Konzernen des Landes. Jordan verliess die SNB vor weniger als zwei Jahren. Eine formelle Karenzfrist für ehemalige SNB-Präsidenten gibt es nicht — anders als in den USA, wo für frühere Fed-Beamte Restriktionen gelten. Kritiker argumentieren, dass die Optik zählt: Die Geldpolitik der SNB beeinflusst unmittelbar Nestlés Finanzierungskosten, Währungsrisiken und Wettbewerbsposition. Jordan sitzt nun in den Verwaltungsräten von sowohl Zurich Insurance als auch — vorbehältlich der Aktionärsgenehmigung — Nestlé, zwei der fünf grössten Schweizer Unternehmen nach Marktkapitalisierung.
Befürworter halten dagegen, dass Jordans makroökonomische Expertise genau das ist, was Nestlés Verwaltungsrat in einer Phase globaler Unsicherheit braucht. Bei volatiler Handelspolitik, divergierenden Zinspfaden der Zentralbanken und schwankenden Rohstoffpreisen bringt jemand, der am Tisch der mächtigsten Wirtschaftspolitiker der Welt sass, unersetzliche Perspektive mit. Dass er seit fast einem Jahr ohne Kontroversen im Zurich-Verwaltungsrat sitzt, spricht gegen den Vorwurf, der Wechsel komme zu früh.
Proxy-Beratungsfirmen wie ISS und Glass Lewis werden die Nominierungen vor der Abstimmung im April genau prüfen. Beide haben Nestlés Governance in den letzten Jahren als Problemfeld markiert, und die rasche Abfolge von Führungswechseln hat die Bedenken nicht zerstreut. Die Ausschussreform mag einige Kritiker zufriedenstellen, aber der Beweis liegt in der Umsetzung — ob die neue Struktur tatsächlich bessere Aufsicht produziert oder lediglich die Stühle auf dem Deck neu arrangiert.
Für Nestlé-CEO Navratil, der seit weniger als sechs Monaten im Amt ist, erhöht der Zuzug erfahrener Verwaltungsräte sowohl die Unterstützung als auch die Erwartungen. Die nächste Ergebnispräsentation wird genau beobachtet werden — auf Anzeichen, dass die operativen Probleme, die der Governance-Krise vorausgingen, angegangen werden. Francisco und Jordan als Berater an der Seite zu haben, ist ein Vorteil. Aber es hebt auch die Messlatte für das, was die Aktionäre von der strategischen Richtung des Unternehmens erwarten.
In der Schweizer Firmenwelt folgt Jordan einem ausgetretenen Pfad: von der Nationalbank in die Verwaltungsräte der grössten Konzerne. Ob dieser Pfad zu besserer Governance führt oder lediglich die Gemütlichkeit der Schweiz AG zementiert, bleibt eine offene Frage. Die Aktionäre werden am 16. April eine erste Antwort geben.
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Warum dieses Thema
Nestlé ist das umsatzstärkste Unternehmen der Schweiz und einer der wertvollsten Konzerne Europas. Die Nomination eines ehemaligen Nationalbankpräsidenten in den Verwaltungsrat — weniger als zwei Jahre nach seinem Abgang von der SNB — wirft bedeutende Fragen zur institutionellen Drehtür, Corporate-Governance-Reform und zum Investorenvertrauen auf. In Verbindung mit dem umfassendsten Ausschussumbau seit Jahren, nach einer Phase beispielloser Führungsturbulenzen, hat diese Geschichte klare Relevanz für die Finanzmärkte, Schweizer Governance-Normen und die breitere Debatte über unternehmerische Verantwortlichkeit.
Quellenauswahl
Der Artikel stützt sich auf zwei Tier-1-Quellen der Schweizer Medienlandschaft: die NZZ (Neue Zürcher Zeitung), Referenzmedium für Finanz- und Wirtschaftsberichterstattung, und den Tagesanzeiger, die grösste Schweizer Tageszeitung. Beide berichteten auf Basis von Nestlés offizieller Ad-hoc-Mitteilung nach Art. 53 des Kotierungsreglements der SIX. Zusätzlicher Kontext zu den CEO-Abgängen und der Verwaltungsratsnachfolge stammt von Reuters, CNBC und Nestlés eigenen Medienmitteilungen, alle unabhängig überprüfbar.
Redaktionelle Entscheidungen
Dieser Artikel stützt sich auf Nestlés offizielle Ad-hoc-Mitteilung, den Reuters-Bericht und die Berichterstattung des Tagesanzeigers. Wir kontextualisieren die Verwaltungsratsnominierungen im Rahmen der Nestlé-Führungskrise (Schneider-Abgang, Freixe-Entlassung, Bulckes vorzeitiger Rücktritt) und der Governance-Reform. Der Drehtür-Aspekt zwischen SNB und Schweizer Konzernverwaltungsräten wird mit kritischen und befürwortenden Perspektiven dargestellt.
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Quellen
- 1.nzz.chSecondary
- 2.tagesanzeiger.chSecondary
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• depth_and_context scored 4/3 minimum: The article provides good background on Nestlé's recent turmoil and the significance of the new appointments, including Jordan's history and Francisco's experience. However, it could benefit from briefly explaining the broader context of corporate governance challenges in Switzerland. • narrative_structure scored 4/3 minimum: The article has a clear structure, progressing logically from the current situation to the proposed changes and potential implications. The lede is engaging, and the closing provides a sense of anticipation for the shareholder vote. • analytical_value scored 4/3 minimum: The article goes beyond simply recounting events, offering analysis of the governance changes, the 'revolving door' issue, and the implications for Nestlé's future. It effectively explores the potential benefits and drawbacks of the new appointments. • language_and_clarity scored 4/3 minimum: The writing is generally clear and precise, although some technical terms (e.g., 'Marktkapitalisierung') might require a brief explanation for a broader audience. The article avoids overly loaded language and provides context when discussing Jordan's transition from the SNB. • publication_readiness scored 5/4 minimum: The article reads like a polished piece ready for publication. It is well-structured, clearly written, and free of the typical elements that would indicate a draft status (no sources/author bios/TL;DRs). Warnings: • [evidence_quality] Quote not found in source material: "Starke Corporate Governance ist die Grundlage für Nestlés langfristigen Erfolg" • [article_quality] perspective_diversity scored 3 (borderline): The article presents multiple perspectives, including those of Nestlé leadership, critics, and potential investors. However, it could benefit from including a perspective from a consumer advocacy group or someone directly impacted by Nestlé's business practices. • [article_quality] filler_and_redundancy scored 3 (borderline): While generally well-written, there are a few instances where sentences could be tightened or combined to avoid slight redundancy. For example, the repeated emphasis on the 'turbulence' could be streamlined. • [image_relevance] Image relevance check failed: HTTP 400 (invalid_request_error: ) image URLs are not currently supported, please use base64 encoded data instead



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