Messerangreifer mit Terrorverurteilung von Pariser Polizei am Arc de Triomphe erschossen
Ein Mann mit Messer und Schere wurde am Arc de Triomphe von der Polizei erschossen, nachdem er einen Beamten bei der Zeremonie zur Flamme des Unbekannten Soldaten angegriffen hatte.
Feb 14, 2026, 06:02 AM

Es war kurz nach Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend, als die abendliche Zeremonie am Grabmal des Unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe ein jähes Ende fand. Ein Mann stürzte sich mit einem Messer und einer Schere auf einen Polizeibeamten, der die Wiederbelebung der Ewigen Flamme sicherte — jenes Rituals, das seit 1923 allabendlich an die unidentifiziert gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnert .
Ein zweiter Beamter eröffnete das Feuer. Der Angreifer wurde mehrfach getroffen und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die nationale Antiterror-Staatsanwaltschaft bestätigte . Weder Passanten noch Polizisten wurden bei dem Vorfall verletzt .
Die Geschwindigkeit, mit der die Antiterror-Behörden reagierten, war bemerkenswert. Noch bevor der Tod des Verdächtigen feststand, eröffnete die Staatsanwaltschaft ein formelles Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes «in Verbindung mit einem terroristischen Unternehmen» . Der symbolträchtige Tatort — eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler Frankreichs, gelegen am oberen Ende der Champs-Élysées — liess die Behörden wenig Zweifel an der Einordnung.
Der Angreifer entpuppte sich als den Sicherheitsbehörden bestens bekannt. Der 1978 geborene französische Staatsbürger war 2013 von einem Brüsseler Gericht zu 17 Jahren Haft verurteilt worden, weil er 2012 in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek drei Polizisten im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung angegriffen hatte . Molenbeek erlangte später traurige Berühmtheit als Rückzugsort mehrerer Täter der Pariser Anschläge vom November 2015 und der Brüsseler Bombenanschläge vom März 2016.
Nach seiner Inhaftierung in Belgien wurde der Mann 2015 nach Frankreich überstellt, um den Rest seiner Strafe dort zu verbüssen . Am 24. Dezember 2025 — keine zwei Monate vor dem Angriff am Freitag — kam er frei und stand seither unter richterlicher Aufsicht und Überwachungsmassnahmen .
Diese Chronologie wirft unbequeme Fragen auf. Kritiker des französischen Überwachungssystems für entlassene Terrorverurteilte warnen seit Jahren, dass gerade die ersten Monate nach der Freilassung die gefährlichste Phase darstellen. Frankreichs Nachrichtendienste beobachten Hunderte als radikalisiert eingestufte Personen, doch die Ressourcen sind endlich — und Einzeltäteranschläge zu verhindern bleibt eine der schwierigsten Herausforderungen der Terrorismusbekämpfung.
Innenminister Laurent Nunez sprach dem eingreifenden Beamten seine «volle Unterstützung» aus und lobte dessen «Besonnenheit und Entschlossenheit angesichts der terroristischen Bedrohung» . Präsident Macron äusserte sich zunächst nicht öffentlich.
Der Vorfall reiht sich ein in eine europäische Debatte über den Umgang mit entlassenen Terrorverurteilten. Mehrere EU-Staaten haben die Auflagen nach der Haftentlassung in den letzten Jahren verschärft, doch das französische System — eine Kombination aus richterlichen Kontrollverfügungen, elektronischer Überwachung und nachrichtendienstlicher Beobachtung — steht wiederholt in der Kritik wegen Lücken in der Abdeckung.
Sicherheitsexperten betonten, dass die Wahl des Tatorts wohl kein Zufall war. Die Ewige Flamme unter dem Arc de Triomphe trägt enormes symbolisches Gewicht im französischen Nationalbewusstsein. Ein Angriff während des Rituals selbst sendet eine Botschaft, die über die unmittelbare Gewalttat hinausreicht — ähnlich wie die Zielwahl früherer Anschläge, vom Bataclan-Massaker 2015 während eines Konzerts bis zum LKW-Anschlag in Nizza am Nationalfeiertag 2016.
Die Identität des Verdächtigen wurde von den Behörden nicht veröffentlicht; die Ermittlungen dauern an . Am Tatort arbeiteten Forensiker bis spät in die Nacht, das Denkmal sollte am Samstag wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es ist der erste schwere Messerangriff im Herzen von Paris seit der tödlichen Attacke nahe dem Eiffelturm im Oktober 2023 — und er wird die Debatte über Frankreichs Antiterror-Strategie und die Überwachung entlassener Gefährder unweigerlich neu entfachen.
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Ein tödlicher Messerangriff an einem der bedeutendsten Nationaldenkmäler Frankreichs — dem Arc de Triomphe — während einer feierlichen Militärzeremonie ist auf mehreren Ebenen von hoher Nachrichtenrelevanz: öffentliche Sicherheit, Antiterror-Politik und symbolische Bedeutung. Die Enthüllung, dass der Angreifer ein verurteilter Terrorist war, der nur Wochen zuvor aus der Haft entlassen worden war, verleiht dem Thema eine wichtige politische Dimension bezüglich der Überwachung nach der Haftentlassung. Die Geschichte hat internationale Relevanz angesichts der laufenden europäischen Debatte über den Umgang mit entlassenen Terrorverurteilten.
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Der Artikel stützt sich auf zwei Tier-1-Quellen: Deutsche Welle (deutscher Auslandssender) und France 24 (französisches internationales Nachrichtennetzwerk), beide mit direkter Berichterstattung aus Paris. Ergänzende Details von Reuters und der Washington Post bestätigten den Tod des Angreifers und lieferten zusätzlichen Kontext zu seinem Terror-Hintergrund. Der France24-Artikel wurde im Laufe des Abends mehrfach aktualisiert, mit neuen Informationen der Antiterror-Staatsanwaltschaft, darunter die Vorstrafen und der Zeitpunkt der Haftentlassung des Verdächtigen.
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