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Pentagon-Mitarbeiter wehren sich gegen Hegseths Anthropic-Verbot — Umstieg erweist sich als schwieriger als erwartet

Militärangehörige und Rüstungsunternehmen leisten Widerstand gegen die Anordnung von Verteidigungsminister Hegseth, Anthropics Claude-KI-Werkzeuge abzuschaffen — Neuzertifizierung, Kapazitätslücken und Milliarden an Vertragsrisiken bremsen den Übergang.

VonRedaktion
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Aerial view of the Pentagon building in Washington, D.C., headquarters of the U.S. Department of Defense
Aerial view of the Pentagon building in Washington, D.C., headquarters of the U.S. Department of Defense

Die Anordnung des Pentagon, Anthropics Werkzeuge für künstliche Intelligenz aus seinen Netzwerken zu entfernen, stösst auf hartnäckigen Widerstand — von den Fachleuten, die ihre Arbeitsabläufe um die Technologie herum aufgebaut haben, bis hin zu den Rüstungsunternehmen, die bei einem Wechsel monatelange und kostspielige Neuzertifizierungen durchlaufen müssten.

Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic am 3. März als Lieferkettenrisiko ein und untersagte dem Pentagon und seinen Auftragnehmern die Nutzung der Produkte des Unternehmens — mit einer sechsmonatigen Übergangsfrist Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Vorausgegangen war ein Streit über Nutzungsbedingungen: Anthropic hatte sich geweigert, Vertragsklauseln zu akzeptieren, die dem Militär uneingeschränkten Zugang zu seinem Chatbot Claude gewährt hätten. Das Unternehmen bestand auf Einschränkungen bei Massenüberwachung und autonomen Waffensystemen, die über die bestehende Gesetzgebung hinausgehen Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Doch mehr als zwei Wochen nach dem Erlass zeigt sich: Die Abkehr von Anthropic ist weit schwieriger als ihre Anordnung.

Von einem Werkzeug zur kritischen Infrastruktur

Anthropic hatte im Juli 2025 einen Verteidigungsvertrag über 200 Millionen Dollar abgeschlossen und sich rasch in den täglichen Betrieb des Militärs eingebettet Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Claude war das erste KI-Modell, das für den Einsatz auf geheimen Militärnetzwerken zugelassen wurde — die Akzeptanz unter Pentagon-Mitarbeitern wurde von Kennern als hoch beschrieben Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Innerhalb der gesamten Bundesregierung galten Anthropics Modelle als leistungsfähiger als die Angebote von Konkurrenten wie OpenAI, Google oder Elon Musks xAI.

Die Technologie war kein Experiment am Rande. Pentagon-Personal nutzte Claude für Aufgaben von der Zielerfassung über die Operationsplanung bis hin zur Analyse geheimer Dokumente und grosser Datenmengen Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Laut Reuters-Berichten unterstützten Claude-Werkzeuge die US-Militäroperationen während des laufenden Konflikts mit Iran — und die Technologie soll trotz der Ächtung in einigen Bereichen weiterhin im Einsatz sein Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Auch Anthropics Claude Code, ein Software-Entwicklungswerkzeug, war unter Pentagon-Entwicklern weit verbreitet Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Seit dessen Wegfall werden einige Aufgaben, die zuvor die KI erledigte, manuell mit Tabellenkalkulation bearbeitet Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Auftragnehmer rechnen die Kosten durch

Die Auswirkungen gehen weit über die eigenen Mitarbeiter des Pentagon hinaus. Joe Saunders, Chef des Rüstungsunternehmens RunSafe Security, der dem Militär bei der Einführung von KI-Chatbots half, bezeichnete den Ersatz von Anthropics Modellen als erheblich kostspielig Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Neue Systeme müssten einen langwierigen Zertifizierungsprozess durchlaufen, bevor sie auf geheimen Militärnetzwerken eingesetzt werden dürften — bei einem vollständigen Systemwechsel rechne man mit 12 bis 18 Monaten Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Besonders heikel wird es bei den sensibelsten Programmen des Pentagon. Palantirs Maven Smart Systems, eine Plattform für Geheimdienstanalyse und Zielerfassung, wurde mit zahlreichen Abläufen und Eingabeaufforderungen gebaut, die auf Anthropics Claude Code basieren Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Palantir hält Maven-bezogene Verträge mit dem Verteidigungsministerium und anderen Nachrichtendiensten im potenziellen Wert von über einer Milliarde Dollar — und muss nun Teile seiner Software mit einem Ersatz-KI-Modell umbauen Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Rüstungsunternehmen im gesamten Sektor wurden angewiesen, ihre Abhängigkeit von Anthropic-Produkten zu prüfen und den Rückbau einzuleiten Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Doch die Anordnung schafft ein strategisches Dilemma: sofort auf Alternativen von OpenAI, Google oder xAI umschwenken — oder den Übergang hinauszögern und darauf hoffen, dass Pentagon und Anthropic vor der September-Frist eine Lösung finden.

Stiller Widerstand im Pentagon

Mehrere Pentagon-Beamte, Mitarbeiter und Auftragnehmer beschrieben eine Atmosphäre leisen Widerstands. Ein IT-Auftragnehmer sagte, die Berufstechniker im Verteidigungsministerium hielten den Schritt für kontraproduktiv — sie hätten erhebliche Mühe darauf verwendet, operatives Personal an KI-Werkzeuge heranzuführen Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Claude gelte als das beste verfügbare Modell, während xAIs Grok bei identischen Anfragen widersprüchliche Ergebnisse liefere Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Einige Mitarbeiter bremsen den Ersatzprozess bewusst aus und nutzen Claude weiterhin, um automatisierte Arbeitsabläufe zu erstellen, obwohl die Uhr tickt Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Entwickler äusserten Frust über den drohenden Verlust eigens geschaffener KI-Agenten, die grosse Datenmengen durchforsten.

Andere fügen sich — unter Protest. Ein Beamter sagte, man befolge die Anordnung, weil niemand seine Karriere dafür riskieren wolle, bezeichnete den Umstieg aber als Verschwendung Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary. Ein ranghoher Vertreter räumte die Frustration ein, warnte jedoch vor einer zu starken Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.

Mindestens ein Chief Information Officer einer Bundesbehörde erklärte, seine Organisation werde den Ausstieg bewusst hinauszögern — in der Wette, dass Anthropic und die Regierung sich vor Ablauf der sechs Monate einigen Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Der grössere Machtkampf

Der Streit liegt an der Schnittstelle zweier Kräfte, die die Verteidigungspolitik der frühen Monate von Trumps zweiter Amtszeit prägen: ein offensiver Versuch, die mächtigsten Werkzeuge des Silicon Valley unter stärkere staatliche Kontrolle zu bringen — und die Bemühungen der Tech-Industrie, Leitplanken für den Einsatz ihrer Produkte im militärischen Kontext aufrechtzuerhalten.

Anthropic-Chef Dario Amodei erklärte, die tatsächliche Lieferkettenrisiko-Einstufung sei enger gefasst als von Hegseth ursprünglich angedroht: Sie betreffe nur die Nutzung von Claude in direkten Verträgen mit dem Verteidigungsministerium, nicht sämtliche kommerzielle Aktivitäten von Unternehmen, die mit dem Pentagon Geschäfte machen. Microsoft, das Claude in Teile seiner Software-Suite integriert, bestätigte, dass Anthropic-Produkte für Kunden ausserhalb des Verteidigungsbereichs über Plattformen wie Microsoft 365 und GitHub verfügbar bleiben.

Amodei kündigte an, die Einstufung gerichtlich anzufechten, signalisierte aber gleichzeitig Verhandlungsbereitschaft. Pentagon-Technologiechef Emil Michael widersprach jedoch öffentlich: Es gebe keine laufenden Verhandlungen. Er bezeichnete Anthropics Beharren auf Nutzungseinschränkungen jenseits des geltenden Rechts als undemokratisch.

Rechtsexperten bezweifeln, dass die Lieferkettenrisiko-Einstufung einer gerichtlichen Prüfung standhalten wird. Das zugrundeliegende Gesetz wurde zum Schutz vor ausländischen Lieferkettenbedrohungen geschaffen — nicht zur Bestrafung inländischer Unternehmen, die Vertragsbedingungen ablehnen. Paul Scharre, ehemaliger Army Ranger und Vizepräsident des Center for a New American Security, sagte, die Einstufung entspreche nicht dem Gesetzeszweck. Jack Shanahan, ein ehemaliger Pentagon-KI-Chef, der Project Maven und das Joint AI Center leitete, nannte den Vorgang einen technologiepolitischen Tiefpunkt der aktuellen Regierung und warnte, er gefährde ein Jahrzehnt des Brückenbaus zwischen Militär und Silicon Valley.

Wie geht es weiter?

Die sechsmonatige Übergangsfrist läuft bis Anfang September — genug Zeit für beide Seiten, ihre Positionen zu verhärten oder einen Kompromiss zu finden. Roger Zakheim, Direktor der Ronald Reagan Presidential Foundation and Institute, beschrieb die Lage als Ausdruck der Spannung zwischen Technologieadoption im Pentagon und den politischen Dynamiken drumherum Hegseth wants Pentagon to dump Anthropic’s Claude, but military users say it’s not so easyi-invdn-com.investing.com·Secondary.

Für die Militärangehörigen und Auftragnehmer, die kritische Systeme auf Anthropics Plattform aufgebaut haben, ist die unmittelbare Sorge praktischer Natur. Die Neuzertifizierung von Ersatz-KI-Systemen für geheime Netzwerke braucht Zeit, die das Pentagon möglicherweise nicht hat — zumal das US-Militär weiterhin in aktive Operationen im Nahen Osten eingebunden ist, bei denen genau diese Werkzeuge zum Einsatz kamen.

Der Ausgang wird voraussichtlich einen Präzedenzfall schaffen: wie die Regierung künftig mit Streitigkeiten zwischen Staat und KI-Unternehmen über Nutzungseinschränkungen umgeht. Eine Frage, die weit über Anthropic und das Pentagon hinausreicht — bis hin zum grundsätzlichen Verhältnis zwischen demokratischer Kontrolle, unternehmerischen Ethikrichtlinien und den Erfordernissen der nationalen Sicherheit.

KI-Transparenz

Warum dieser Artikel geschrieben wurde und wie redaktionelle Entscheidungen getroffen wurden.

Warum dieses Thema

Der Versuch des Pentagon, Anthropics Claude-KI aus militärischen Netzwerken zu verbannen, steht an der Schnittstelle von Verteidigungspolitik, Technologieabhängigkeit und exekutiver Autorität. Da das US-Militär im Nahen Osten aktiv im Einsatz ist und genau diese KI-Werkzeuge nutzt, hat die Geschichte unmittelbare operative Auswirkungen. Der Widerstand von Berufstechnikern und grossen Rüstungsunternehmen wie Palantir verdeutlicht, wie tief KI in die nationale Sicherheitsinfrastruktur eingebettet ist — und wie politisch motivierte Technologieentscheidungen reale Fähigkeitslücken schaffen können.

Quellenauswahl

Die Hauptquelle ist eine umfassende Reuters-Recherche vom 19. März 2026, zugänglich über Channel News Asia, mit mehreren namentlich genannten und anonymen Pentagon-Beamten, IT-Auftragnehmern und Verteidigungsindustrie-Führungskräften. Ergänzt wurde dies durch Breaking-Defense-Berichte von Anfang März mit rechtlicher Analyse von Verteidigungsexperten wie Paul Scharre (CNAS) und Jack Shanahan (ehemaliger Pentagon-KI-Chef). Die Kombination aus operativer Berichterstattung und rechtlich-politischer Analyse ermöglicht eine mehrdimensionale Darstellung.

Redaktionelle Entscheidungen

Dieser Artikel basiert primär auf einer Reuters-Recherche vom 19. März 2026, ergänzt durch Berichte von Breaking Defense zu den rechtlichen Aspekten der Lieferkettenrisiko-Einstufung. Der Beitrag stellt sowohl die Position des Pentagon (Hegseth, Michael) als auch die praktischen Bedenken von Militärangehörigen und Auftragnehmern dar — ohne redaktionelle Bewertung des zugrundeliegenden Politikstreits.

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